Carmina Burana

Musiktage 2019 - Carmina Burana

Eröffnungskonzert

Carl Orff: Carmina Burana (1936)
Max Bruch: Kol Nidrei op. 47 für Cello und Orchester

3. Mai, Freitag um 19:00 Uhr
in der Stiftskirche Horb am Neckar
Marktplatz, 72160 Horb am Neckar

Karten:
19.- / 14.- ermäßigt (Studenten, Azubis, Schwerbehinderte)
6.- Kinder, Jugendliche


Solisten:
Silvia Schöller – Violoncello
Nina-Maria Fischer – Sopran
Stevan Karanac – Tenor
Tibor Brouwer – Bariton

Chor: Studierende der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen

Choreinstudierung: Professor Michael Alber

Orchester: Festivalorchester der Musiktage Horb am Neckar

Dirigent: Sven Gnass

Carmina Burana, aus dem Lateinischen übersetzt „Lieder aus Benediktbeuern“, ist das berühmteste Werk von Carl Orff. Diese Komposition vertont 24 Texte aus der gleichnamigen mittelalterlichen Handschrift, welche 1803 in der Bibliothek des Klosters Benediktbeuern, ca. 60 km südlich von München, gefunden wurden. Sie stammen aus dem 11. ,12. und 13. Jahrhundert und nur wenige der Dichter und Autoren sind heute namentlich überliefert.

Kol Nidrei, übersetzt „alle Gelübde“ ist eine formelhafte Erklärung, die vor dem Abendgebet des Versöhnungstages gesprochen wird. Nach dieser Erklärung wird häufig das gesamte Abendgebet an Jom Kippur benannt.

Silvia Schöller entdeckte mit 5 Jahren in Horb ihre Leidenschaft für das Cello. Mit diesem Instrument wurde sie mehrfache Bundespreisträgerin beim Wettbewerb Jugend musiziert. Ihren ersten Cellounterricht erhielt sie an der städtischen Musikschule Horb bei Wolfgang Reichert, ab dem Jahr 2010 wechselte sie in die Celloklasse von Joseph Hasten in Tübingen. Zur Studienvorbereitung nahm Silvia Schöller Unterricht bei Prof. Peter Buck, Stuttgart. Unter anderem war sie Mitglied des Jugendsinfonie-orchesters Tübingen, der Jungen Sinfonie Reutlingen und der Norddeutschen Orchesterakademie. Im Mai 2015 gab sie ihr Sol-odebüt mit dem Festivalorchester der 19. Musiktage Horb am Neckar. Nach dem Abitur studierte Silvia Schöller zunächst am Conservatorio Giuseppe Tartini Trieste (Italien) und weiterführend am Peter-Cornelius-Konservatorium Mainz, seit 2018 im Bachelorstudiengang bei Prof. Manuel Fischer-Dieskau an der Hochschule für Musik Mainz.

Michael Alber war 1993-2012 Chordirektor des Staatsopernchors Stuttgart, mit dem er in dieser Zeit neun Mal den Titel „Opernchor des Jahres“ errang. Seit 2012 ist er Professor für Chorleitung an der staatlichen Hochschule für Musik, Trossingen. Zahlreiche Konzerte, Einstudierungen und Produktionen verbinden ihn seit langem regelmäßig mit dem RIAS Kammerchor, Berliner Rundfunkchor, Dresdner Kammerchor, dem Chor des Bayerischen Rundfunks, dem SWR Vokalensemble und dem Choeur de Radio France. Weitere Engagements führten ihn zur Ruhrtriennale, wo er mit dem Chorwerk Ruhr mehrere Opern erarbeitete sowie Konzerte mit Werken von Lachenmann und Stockhausen dirigierte. Michael Alber ist stilistisch vielseitig interessiert und leitete zahlreiche Uraufführungen. Darüber hinaus pflegt Michael Alber sowohl die kammermusikalisch besetzte a-cappella-Literatur aller Epochen als auch die großbesetzte oratorische Literatur und Chorsymphonik. Neben vielen Rundfunkmitschnitten und CD-Produktionen hat er Einspielungen mit dem Deutschen Kammerchor und mehrere CDs mit dem Orpheus Vokalensemble vorgelegt.

Nina-Maria Fischer, in Berlin geboren und aufgewachsen. Nach ihrem Master-Abschluss mit Auszeichnung an der Universität der Künste Berlin war sie Finalistin des Concurso Internacional Alfredo Kraus, des International New York Vocal Competition, des Nuevas Voces Certamen Sevilla und gewann den Internationalen Gesangswettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Teresa Berganza lud sie mehrfach zu ihren Meisterkursen ein. Nach ihrem Debüt als Pamina in “Die Zauberflöte“ in Hamburg 2008 sang sie weitere Hauptrollen, darunter Vi in Gershwins “Blue Monday“, Lady Betty in der Europapremiere von Blitzsteins “Triple-Sec“ am Konzerthaus Berlin und der Komischen Oper Berlin. Sie gab ihr Debüt als Donna Anna in “Don Giovanni“ bei den Opernfestspielen Schloss Glatt, zuvor als Konstanze in “Die Entführung aus dem Serail“ bei den Scheidegg Sommerfestspielen gefolgt von Solveig in “Peer Gynt“ am Auditorio Zaragoza. Diese Spielzeit debütierte Nina-Maria Fischer als Königin der Nacht in „Die Zauberflöte“ am Theater Vorpommern. Dort wird sie in der Spielzeit 2019/20 als Leonora in „Il trovatore“, Hanna Glawari in „Die lustige Witwe“ und als Feldmarschallin in „Der Rosenkavalier“ zu erleben sein. Von der UEFA wurde sie als Solistin der Eröffnungszeremonie des 24. Champions League Finales im Olympiastadion Berlin eingeladen.

Stevan Karanac begann 2014 sein Musikstudium an der Musikhochschule in Belgrad. Unmittelbar folgten Engagements in der Oper des Nationaltheaters in Belgrad. Im Jahr 2018 schloss er das Bachelorstudium des Fachs Sologesang sowie die Ausbildung im Opernstudio am Nationaltheater in Belgrad ab. Stevan erhielt zahlreiche Auszeichnungen und 1. Preise bei internationalen Wettbewerben, darunter der Wettbewerb „Lazar Jovanovic“, der „Intendant‘s Prize“ (ein Debüt im Kroatischen Nationaltheater) und der Wettbewerb „Lav Mirski“ in Osijek, Kroatien im Mai 2018.

Karanac absolvierte zahlreiche Meisterkurse bei Solisten der Metropolitan Opera, des Royal Opera House und des Covent Garden, London. In der Spielzeit 2016/2017 debütierte Stevan als Tamino in Mozarts „Zauberflöte“ am Nationaltheater in Belgrad und nach zwei großen Partien in Deutschland Don Ottavio in Mozarts Oper „Don Giovanni“ und Duca di Mantova in Verdis „Rigoletto“, erhielt er einen Solovertrag an der serbischen Oper. Es folgte Ferrando in Mozarts „Cosi fan tutte“ und Stevan’s Repertoire erweitert sich im Rekordtempo. Nach Deutschland führte ihn erstmals sein Engagement bei den Opernfestspielen Schloss Rheinsberg.

Tibor Brouwer, in Stuttgart geboren, erhielt schon seit seiner frühen Jugend Gesangsunterricht bei Prof. Dunja Vejzović und studierte anschließend Gesang an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe in der Klasse von Prof. Donald Litaker mit einem Stipendium der Hilde-Zadek-Stiftung. Engagements führten ihn u. a. an Häuser wie das Theater Pforzheim, Gasteig München, Stadttheater Ingolstadt, Konzerthaus Karlsruhe, Liederhalle Stuttgart, das Badische Staatstheater Karlsruhe, Nationaltheater Mannheim, zu den Salzburger Festspielen, zum Bayreuther Barock im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth, die Staatsoper Stuttgart, sowie das Festspielhaus Baden-Baden. Auf der Opernbühne war er bereits in zentralen Partien wie Tomski „Pique Dame“, Guglielmo „Così fan tutte“, Herr Fluth „Die lustigen Weiber von Windsor“, Silvio „Pagliacci“ oder Alfio „Cavalleria rusticana“ zu erleben. Eine zentrale Rolle in seinem Repertoire bildet jedoch die Titelpartie in Mozarts „Don Giovanni“, die er bereits in mehr als 90 Vorstellungen verkörperte, zuletzt am Theater für Niedersachsen. Der Sänger trat mit Ensembles und Orchestern wie dem Ensemble Baroque L’Orfeo Bordeaux, Il Gusto Barocco Stuttgart, Les Favorites Rastatt, United Continuo Ensemble, Thüringer Philharmonie, Baden-Baden Philharmonie und der Badischen Staatskapelle auf.